2025 haben wir unsere Römerstraße um die statio ergänzt. Die Römer unterhielten ein ausgedehntes Netz an Straßen, die das gesamte Reich verbanden. So konnten Nachrichten in kurzer Zeit von Spanien nach Syrien oder vom Teuteburger Wald nach Rom überbracht werden. Im regelmäßigen Abstand von etwa 30 km wurden daher kleine Gebäude, die stationes, errichtet. Sie hatten gleich mehrere Aufgaben: Sie bot Meldereitern die Möglichkeit das Pferd zu wechseln, um mit einem ausgeruhten Tier weiterreiten zu können. Sie beherbergte aber auch einen kleinen Trupp an Soldaten, welche für die Sicherheit und den Erhalt der Straßen sorgten.

In unmittelbarer Nähe zu unserer Rekonstruktion befand sich in der Antike eine solches Bauwerk, weshalb unsere Römerstraße besonders anbot, um dort eine statio zu errichten. Heimatforscher bezeichneten die antike Ruine als „Posthalterey“, während sie örtlich als „Steinbruch“ bezeichnet wurde.
Unsere Rekonstruktion emfindet eine statio zur Zeit des Kaisers Augustus nach. Damals wurden viele Gebäude noch provisorisch und in Holzbauweise errichtet und erst später aus Stein gebaut. So haben wir es auch gehalten: Die statio besteht aus einem hölzernen Gebälk, auf welches die hölzernen Außenwände angebracht werden. Historisch zutreffend haben wir das Holz anschließend gestrichen, auch um es wetterfest zu machen. Typisch für die Römer war es, ihre Holzbauten nach mehr aussehen lassen zu wollen, als tatsächlich enthalten war. Daher wurden viele Gebäude so gestrichen, dass Fugen aufgemalt wurden, die die Illusion eines steinernen Baus erwecken sollen. Zweifellos waren die Barbaren davon sehr beeindruckt.
Während wir den falschen Fugenstrich noch auftragen müssen und den Innenbereich noch fertig ausbauen und einrichten müssen, kann das Gebäude jederzeit von außen besichtigt werden. Die Innenräume werden regelmäßig zu den angegebenen Öffnungszeiten besichtigt werden können. Erreichbar ist die statio mit dem Auto. Unmittelbar vor Ort ist eine begrenzte Anzahl an Pakplätzen vorhanden.


